Inspiration und Referenzen

Das Postfaktische und Postmoderne teilen überraschenderweise viele Charakteristika miteinander. Das Postmoderne ist ein Abgesang an die Vernunft und an den Fortschrittsglauben, den die Moderne beherrscht hatte. Die Realität hatte diesen Glauben nur zu oft erschüttert. Das Postmoderne lehnt einen universalen Wahrheitsanspruch ab. Alles ist erlaubt, die Wirklichkeit wird dekonstruiert und neu zusammengesetzt. Jeder ist für sich, das Gemeinschaftsgefühl geht verloren und die sozialen Gräben werden immer tiefer.

Für meinen praktischen Teil der Bachelorarbeit bediene ich mich dieser Charakteristika. Texte, Bilder und Videos werden in einer Art postfaktischen Bewegt Gemälde zu einer Symphonie der überreizten Medienwelt. Dabei haben drei Künstler großen Einfluss auf meine Arbeit gehabt:

Andreas Gursky

Viele Künstler greifen diese Prinzipien auf wie etwa wie etwa der deutsche Fotograf Andreas Gursky, der mit seinen Bildern eine Art Hyperrealität unserer Gesellschaft zeichnet. Seine Fotos bilden stellen nicht die Wirklichkeit da, sondern die Realität die wir fühlen. Die Realität ist nicht real genug. Er überspitzt sie derart zutreffend, sodass seine Bilder realer wirken wie die Realität selbst. Dies erreicht er indem er verschiedene Bilder zu einem neuen großen Bild zusammen setzt. In meiner Arbeit setzte ich allerdings anders als GurskyVideosequenzen und Bilder zu einem multisensuellen und dekonstruktiven Bewegtbild-Szenario zusammen, um den Permaregen an Informationen auf einer Metaebene erfahrbar werden zu lassen.

Thomas Ruff

Ein ehemaliger Studienkollege Gurskys, Thomas Ruff bediente sich für seinen Foto-Band „Nudes“ an pornographischen Bildern aus dem Internet und verfremdete diese digital. Für seine Ausstellung „Stellar Landscapes“ kolorierte er hochauflösende Schwarz-Weiß-Aufnahmen und schrägte den senkrechten Blickwinkel der Sonden mit Bildbearbeitung an. Dadurch sieht der Betrachter die Landschaft wie aus einem Flugzeugfenster. Dieses Prinzip der Neu Interpretation und Neu Kontextualisierung von fremden Bildmaterial mache ich mir selbst bei meiner Arbeit zu nutze.

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Ryoji Ikeda

Der japanische Klang- und Konzeptkünstler Ryoji Ikeda ist bekannt für seine audiovisuellen Videoinstallationen, in denen oft Daten und deren Visualisierungen im Vordergrund stehen. Die Klangkunst Ikedas, die sich im Wesentlichen auf Rauschen, auf Bits und Bytes von Geräuschen beschränkt und deren synästhetische Verschränkung mit visuellen Formen, waren eine wesentliche Inspiration für meine Arbeit.

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