Info 2.0: Informationsflut im postfaktischem Zeitalter
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Einleitung

Informationen. Unsere digitale Welt hat viele davon. Untertrieben gesagt: Wir saugen sie auf wie ein Schwamm, filtern sie, bewerten und ordnen sie anhand der Informationen, die wir schon verinnerlicht haben. Jeden Tag, jede Stunde und jede Sekunde unseres Lebens. Das ist viel Arbeit. Und die Arbeit wird im Laufe des technischen Fortschrittes nicht weniger. Man könnte auch sagen: Wir sind täglich einem wahren Blizzard von Informationen ausgesetzt, in dem wir leicht Gefahr laufen, die Orientierung zu verlieren. Was ist wichtig, wahr oder falsch? Diese Unterscheidung zu treffen, wird für uns alle immer schwieriger.

Vor dem Internet war die Informationsbeschaffung wesentlich selektierter und auf wenige Quellen beschränkt. Suchte man Informationen zu einem gewissen Thema, ist man früher in Bibliotheken gegangen oder hat Freunde und Bekannte gefragt. Heutzutage ist der erste Instinkt, wenn sich einem eine Frage aufdrängt, im Internet, zu recherchieren. Doch das Internet ist nicht nur eine digitale Bibliothek. Zum heutigen Zeitpunkt befindet sich dort fast alles, was die Menschheit jemals an Wissen und Unwissen produziert hat. Jeder kann Inhalte erstellen, Behauptungen aufstellen und seine Meinung kundtun. Stellen sie sich eine riesige Bibliothek vor, in der die Bücher schreien, in der an jeder Ecke Ablenkung in jeglicher Form lauert, und wo jeder seine eigenen Bücher in die Regale stopft. Das gute Wissen, die echte seriöse Information ist zwar immer noch vorhanden, aber viel schwieriger zu finden in all dem Chaos.

Im theoretischen Teil meiner Bachelorarbeit habe ich mich intensiv mit der Geschichte der Informationsflut und soziokulturellen Theorien auseinander gesetzt, um zu erforschen aus welchen Komponenten der Nährboden des postfakischen Zeitalters besteht und welche Rolle die modernen Technologien dabei spielen. Darüber hinaus beschäftige ich mich mit verschiedenen Künstlern und Kunstformen die man dem postmodernen-, postfaktischen Zeitalter zuordnen kann.

Im praktischen Teil meiner Bachelorarbeit realisiere ich ein experimentelles Video, in dem ich mich aus der Position des Designers mit dem medialen Chaos unserer Welt auseinandersetze.

Ziel meiner Bachelorarbeit ist es den wagen Begriff des postfaktischen und die Informations- und Bilderflut visuell greifbar zu machen und die Hintergründe dieses Phänomens etwas näher zu beleuchten.

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